„Eindrucksvoll, charmant und höflich sein Auftreten. Verantwortlich, methodisch und gründlich sein Handeln.“

Käfer in der Wohnung - woher sie kommen und wie Sie sie loswerden

Kommt Ihnen plötzlich ein Käfer aus dem Brotkasten entgegen oder entdecken Sie seltsame Punkte auf der Tapetenkante, ist Ihr Haushalt von Ungeziefer befallen.

Erste Hilfe bei Käferbefall

Meist handelt es sich um eine Käferart, wie dem Speckkäfer, dem Teppichkäfer und dem Brotkäfer - auch Bücherwurm genannt, weil seine Larven über Papier herfallen. Bevor es zur Plage kommt, vermehren sich die Käfer im Untergrund an Orten mit wenig Bewegung, wie beispielsweise gelagerte Winter- und Sommerkleidung oder eingelagerte Teppiche. Eine Vorsichtsmaßnahme ist der regelmäßige Hausputz und das Überprüfen der Bereiche, in denen kaum Rotation geschieht. 

 

Käfer gelangen auf unterschiedlichen Wegen in Ihren Haushalt, beispielsweise unbemerkt eingeschleppt mittels eines Lebensmittelkartons. Manchmal locken Ihre herrlich duftenden, nicht luftdicht verstauten Lebensmittel die Käfer von draußen an. Ein Käfer bleibt nicht allein, wenn Sie nicht schnellstens darauf reagieren.

 

Zunächst ist es wichtig, den Käfer zu identifizieren. Finden Sie heraus, was er frisst, wo er sich bevorzugt aufhält und seine Eier legt, um einer Plage vorzubeugen. Entsorgen Sie befallene Vorräte sowie geöffnete Lebensmittel und prüfen Sie Ihre Gewürze. Eine Brotkäferlarve beißt sich durch unversehrte Umverpackungen und Metallfolien und macht auch vor Chiliflocken nicht halt. Saugen Sie alle Teppiche ab, Teppichkäfer legen Ihre Eier bevorzugt in Teppichen ab. Dann saugen Sie Ritzen und Ecken aus und wischen Sie Umgebung, in der der Käfer seine Lebensgrundlage hat. Waschen Sie alle Textilien mit der höchstmöglichen Temperatur. Weiten Sie den Großputz auf die ganze Wohnung aus. 

Reinigen Sie das Innere Ihres Kühlschranks mit Essigwasser, nehmen Sie alle Regalböden Ihrer Schränke und Regale heraus und wischen diese gründlich von allen Seiten ab. Bei Befall durch Lebensmittelmotten ist es sinnvoll auch die Rückseiten der Küchenschränke zu reinigen. Nach der Reinigung können Sie die Ritzen mit einem Föhn erhitzen, um übrig gebliebene Larven und Eier zu vernichten. Werfen Sie Hausmüll und Staubsaugerbeutel anschließend umgehend in Mülltonnen außerhalb des Hauses.

Verwirren Sie den Käfer

Intensive ätherische Öle, beispielsweise Teebaumöl, Eukalyptus und Lavendel überdecken den Geruch der Lebensmittel. Verteilen Sie Duftlampen in der Wohnung. Käfer sind dann nicht mehr in der Lage die Nahrung von außen wahrzunehmen. Stellen Sie Pheromonfallen auf, fliegende Käfer lassen sich davon anlocken und bleiben darauf haften. Legen Sie Lavendelsäckchen und Zedernholzstücke zwischen Ihre Wäsche. 

Vergällen Sie dem Käfer seinen Aufenthalt

Verstauen Sie neu gekaufte Lebensmittel in Tupperdosen, Gläsern mit Schraubverschluss oder in anderen geschlossenen Behältern. Sperren Sie den Rest seiner Sippe aus, indem Sie engmaschige Insektengaze vor den Fenstern anbringen. Ein unbemerkter Mauskadaver im Mauerwerk lockt Speckkäfer an. Überprüfen Sie Mauerwerk sowie Scheuerleisten und bessern diese gegebenenfalls aus. Lassen Sie die Spinnen am Leben, sie sind hilfreiche Verbündete im Kampf gegen fliegendes Ungeziefer. 

Streuen Sie Kieselgur in alle Ritzen und Fugen sowie auf stark befallene Flächen. Das amorphe Siliziumdioxid wirkt nicht chemisch, sondern mechanisch. Käfer entwickeln keine Resistenz gegen Kieselgur, Lebensmittel werden nicht chemisch kontaminiert. Es ist für Mensch und Haustier ungefährlich. Dennoch ist das Tragen einer Atemschutzmaske und einer Schutzbrille anzuraten, während Sie es verteilen, da es in seltenen Fällen zu reversiblen Schäden kam. 

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